Waymo eröffnet eine neue Front seiner Expansion: Teenager als Fahrgäste. Wie TechCrunch am 22. September berichtete, zielt der jüngste Wachstumsvorstoß des Alphabet-Unternehmens auf jüngere Fahrgäste — Menschen, die noch nicht Auto fahren dürfen und die der Ride-Hailing-Markt nie gut bedient hat.

Die Logik ist zuerst demografisch, dann technisch. Ein Robotaxi hat keinen Fahrer, also ist das am Führerschein hängende Mindestalter keine harte Grenze mehr dafür, wer mitfahren darf. Wer Teenager früh an das Angebot gewöhnt, bindet zugleich die Generation, die darüber entscheidet, ob Autobesitz der Normalfall bleibt: Wer den Schulweg und den Weg zum ersten Nebenjob gewinnt, gewinnt Jahrzehnte an Fahrten.

Zugleich ist das ein heikles Segment. Ob Minderjährige allein mitfahren dürfen, welche Regeln für Konten, Einwilligung und Aufsicht gelten und wie ein Fahrzeug auf einen Fahrgast in Not reagiert, sind offene Fragen. Einen öffentlichen Vorgeschmack gab es bereits: Im September stoppte eines der Fahrzeuge sich selbst und rief die Polizei zu jugendlichen Fahrgästen, die mit einer geladenen Waffe angetroffen wurden — ein Vorfall, der die Richtlinien für junge Fahrgäste unter Beobachtung stellte.

Der Vorstoß fällt in ein umkämpftes Feld. Waymo ist auf Dutzende Städte und mehr als 200 Millionen vollautonom gefahrene Meilen skaliert, doch Teslas Cybercab, Amazons Zoox und Lyft drängen auf dieselben Straßen, und die US-Regulierer haben die Regeln dafür verschärft, wie autonome Fahrzeuge mit Ersthelfern umgehen.

Zu beobachten: ob der Vorstoß ein begrenzter Pilot oder ein landesweiter Rollout ist, welche Einwilligungsregeln gelten und ob Aufsichtsbehörden Minderjährige als eigene Fahrgastklasse behandeln.