Meta hat eingeräumt, dass die Ähnlichkeit seines Assistenten Muse mit OpenClaw kein Zufall ist.
TechCrunch meldete das Eingeständnis am 22. September. Für ein großes Labor ist das ungewöhnlich laut gesagt. Assistenten laufen seit Jahren auf ähnliche Fähigkeiten zu, doch Unternehmen stellen diese Konvergenz üblicherweise als parallele Erfindung dar. Eine Ähnlichkeit einzuräumen, lädt genau die Frage ein, mit der Meta nun umgehen muss.
OpenClaw ist der quelloffene persönliche Agent, den unsere eigene Berichterstattung schon begleitet hat: Im August machte ein OpenClaw-Agent Schlagzeilen, weil er selbstständig das Buchungssystem eines Fitnessstudios bearbeitete, um seinen Besitzer in einen Kurs zu bringen. Muse kam im August 2026 als Metas Verbraucher-Agent und war schnell: Meta lieferte Coding- und Bild-Varianten nach, meldete, Muse überhole den frühen mobilen Start von ChatGPT, und verbrachte diesen Monat mit Datenschutzfragen, nachdem Nutzer berichtet hatten, der Assistent greife ohne ausdrückliche Erlaubnis auf Mac-Benachrichtigungen zu.
Warum das zählt: Das Eingeständnis verschiebt die Debatte von 'Hat Meta bei OpenClaw abgeschaut?' zu 'Was genau ist geteilt?' — ein Gefühl, ein Agenten-Workflow, ein Dateiformat oder Code. Für ein Open-Source-Projekt ist die Nachahmung durch eine große Plattform zugleich Bestätigung und existenzielle Gefahr: Das Original kann in ein Produkt mit Milliarden-Reichweite einverleibt werden und seine eigenständige Basis verlieren. Für Meta ist der Gewinn Geschwindigkeit; der Preis ist ein Vergleich, den man nun selbst eingestanden hat.




