Satellitenbilder zeigen das Ausmaß der Waldbrände, die den Sommer in Spanien und Frankreich auf den Kopf gestellt haben — darunter das größte je in Spanien verzeichnete Feuer und die erste in Frankreich dokumentierte „Feuerwolke“.
Das NASA Earth Observatory veröffentlichte am 31. Juli auf Basis von Landsat-9-Daten Aufnahmen verbrannter Landschaften westlich von Madrid und rund um Bordeaux. Der Mitte Juli ausgebrochene Brand bei Ávila hat rund 50.000 Hektar verbrannt — der größte in der Geschichte des Landes, noch vor dem Larouco-Feuer von 2025. Bis zum 24. Juli vereinigte er sich mit Bränden benachbarter Provinzen und trieb die Gesamtfläche auf 77.000 Hektar — ungefähr die Größe von New York City. Hunderttausende Menschen wurden evakuiert, Hunderte Häuser zerstört, als die Flammen Städte, Campingplätze und Marinas rund um die Stauseen von Burgohondo erfassten.
Eine ähnliche Krise ereignete sich im Südwesten Frankreichs, westlich von Bordeaux. Eines der größten Feuer des Jahrzehnts hat dort mehr als 42.000 Hektar verbrannt und das Dorf Le Porge verwüstet. Landesweit haben Brände in Frankreich mehr als 90.000 Hektar erfasst — mehr als in jeder Saison seit Jahrzehnten, so das Europäische Waldbrandinformationssystem. Am 25. Juli wurden die Bedingungen bei Bordeaux so extrem, dass französische Feuerwehrleute eine Pyrokumulonimbus meldeten — eine aufragende „Feuerwolke“, die ihre Konvektionsenergie aus der Hitze des Feuers zieht. Internationale Feuerwissenschaftler betonen, es sei die erste, die je von einem Brand in Frankreich gemeldet wurde.
Die Umweltanalyse des State of Wildfires Project erklärt, warum die Landschaft brannte: Ein ungewöhnlich nasser Winter förderte das Vegetationswachstum, dann dörrten Hitzewellen und Dürre die Pflanzen aus, und Winde mit bis zu 65 Kilometern pro Stunde lieferten den letzten Auslöser. Satellitenüberwachung bestätigt, dass Europa auf seine schlimmste je aufgezeichnete Brandsaison zusteuert — bis Ende Juli brannten mehr als 250.000 Hektar.
Feuerwehrleute und Militärangehörige gewannen in beiden Ländern Ende Juli die Oberhand, sodass die Behörden Evakuierungsanordnungen aufheben konnten. Doch die Meteorologen warnen: Heiße, trockene Bedingungen halten an, und das Risiko neuer Brände bleibt in den kommenden Tagen hoch.




