Ein Team unter der Leitung von Professorin Chunxia Zhao an der University of Adelaide hat einen neuartigen Krebs-Immunotherapie-Ansatz entwickelt, der intelligente Nanopartikel verwendet, um mRNA direkt an die Immunzellen zu liefern, die Tumoren korrumpiert haben. Die in Science Advances veröffentlichte Forschung stellt ein wichtiges Konzeptnachweis für eine gezielte Krebsbehandlung dar.
Das zentrale Problem, das die Forscher angegangen sind, ist in der Onkologie wohlbekannt: Selbst wenn das Immunsystem in der Lage ist, einen Tumor anzugreifen, kann die Mikroumgebung des Tumors diese Bemühungen neutralisieren. Tumor-assoziierte Makrophagen — Immunzellen, die normalerweise Abfall und Bedrohungen beseitigen — werden oft vom Krebs neu programmiert, um andere Immunzellen zu unterdrücken.
Die intelligenten Nanopartikel werden mit Antiköpern auf ihrer Oberfläche versehen, die spezifisch an TREM2 binden, ein Protein auf immunsuppressiven Makrophagen. Dieser Zielmechanismus stellt sicher, dass die mRNA-Nutzlast nur die Zellen erreicht, die eine Neuprogrammierung benötigen.
Die mRNA instruiert die Zellen, CXCL9 zu produzieren, ein chemisches Signal, das T-Zellen zum Tumorstandort rekrutiert. In Labortests stieg die Expression von Immunktivierungsmarkern wie NOS2 um den Faktor 89,5. Bei Mäusen mit aggressivem Brustkrebs verlangsamten drei Dosen der Nanopartikel das Tumorwachstum.


