Anker hat eine Überwachungskamera vorgestellt, die nicht das Innere eines Hauses überwacht, sondern Hof, Einfahrt oder Vordertür – durch die Fensterscheibe hindurch. Die Eufy Window Camera E10 wird mit einem wiederverwendbaren Klebemontagesatz direkt an die Innenseite eines nach außen gerichteten Fensters gesetzt; der Montagesatz soll zugleich Reflexionen und Spiegelungen reduzieren. Weil die Kamera drinnen bleibt, braucht sie keine Wetterfestigkeit, keine Leiter für die Montage und ist für Diebe nicht erreichbar.

Sie kostet 79,99 Dollar und ist ab sofort über Ankers eigenen Shop und Amazon erhältlich. Das ist mehr als das Doppelte der Wyze Window Cam, die vor knapp einem Jahr für 34,98 Dollar auf den Markt kam und bei 1080p stehen bleibt. Die E10 löst mit maximal 2.5K auf (2.688 x 1.520 Pixel bei 15 Bildern pro Sekunde), hat einen etwas größeren Bildwinkel von 105 Grad horizontal und 57 Grad vertikal und lässt sich über ein Rad auf der Rückseite manuell um 25 Grad nach oben oder unten neigen – nützlich, wenn die Kamera in einem Obergeschossfenster hängt und der zu überwachende Bereich sonst aus dem Bild rutscht.

An Bord sind Farbnachtsicht, eine Bewegungs­erkennung auf dem Gerät, die zwischen Menschen, Tieren und Fahrzeugen unterscheiden soll, sowie ein Mikrofon, das durch die Entfernung hinter Glas vor allem lautere Geräusche aufnimmt. Aufgezeichnet wird auf eine microSD-Karte bis 256 GB oder gegen Abo in die Cloud. Einen Akku gibt es nicht: Das Netzkabel muss verlegt und möglichst versteckt werden.

Damit zeichnet sich eine kleine Kategorie ab: Kameras, die draußen beobachten, ohne draußen zu hängen. Sie umgehen drei Probleme auf einmal – Witterung, Montagehöhe und Diebstahl – und bezahlen dafür mit Glas. Reflexionen, nächtliche Innenbeleuchtung und beschlagene Scheiben sind die neuen Fehlerquellen, und die 15 Bilder pro Sekunde der E10 verraten, dass hier ein Sensor für Standbilder und nicht für schnelle Bewegung arbeitet.