Das US-Unternehmen Crusoe, das Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur für KI-Workloads baut, hat eine Finanzierungsrunde von mehr als drei Milliarden Dollar bei einer Bewertung von rund 30 Milliarden Dollar abgeschlossen – fast dreimal so viel wie zuvor. Wie Bloomberg berichtet, wurde die Runde finalisiert und gemeinsam von Atreides Management und Valor Equity Partners angeführt; auch das abu-dhabische Mubadala Capital beteiligt sich. Vor rund einem Jahr, in der Serie E vom Oktober 2025, hatte das Startup rund 1,38 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von über zehn Milliarden Dollar eingesammelt.
Gegründet wurde das Unternehmen 2018 von Chase Lochmiller und Cully Cavness, die zunächst Bitcoin mit Erdgas schürften, das auf Ölfeldern sonst abgefackelt würde. Diese Energie-Expertise führte das Startup nach und nach zur KI: Crusoe entwickelt heute große Rechenzentren mit Hochleistungs-GPUs für das Training und den Betrieb von KI-Modellen, inklusive moderner Kühlung und schneller Netzwerke. Über die Cloud-Plattform Crusoe Cloud können Kunden GPU-Rechenleistung mieten, statt eigene Anlagen zu bauen.
Das frische Kapital soll in den Ausbau der KI-Rechenzentren und der Cloud-Infrastruktur fließen, um die stark wachsende Nachfrage nach Rechenleistung zu decken. Die Strategie setzt auf den Zugang zu großen Mengen günstigen Stroms: Crusoe errichtet Standorte in Regionen mit reichlich und kostengünstiger Energie – in der Überzeugung, dass nicht nur Chips, sondern vor allem Elektrizität der Engpass des KI-Ausbaus sein wird.
Die Runde zählt zu den größten, die je für KI-Infrastruktur eingesammelt wurden, und zeigt, wie viel Kapital Investoren weiterhin in die physische Basis des KI-Booms stecken.




