Amazon plant, 12 kleine modulare Reaktoren an einem früheren Kohlekraftwerk in Indiana zu finanzieren, berichtet TechCrunch. Das Vorhaben würde einen stillgelegten fossilen Standort in ein Nuklearenergie-Zentrum umwandeln.
Das Projekt fügt sich in ein Muster der letzten Jahre ein: Hyperscale-Cloud- und KI-Unternehmen, deren Rechenzentren immer mehr Strom verbrauchen, sichern sich Kernkapazitäten, statt allein auf den Netzausbau zu warten. Kleine modulare Reaktoren sind das Mittel der Wahl, weil sie auf bestehenden Industrieflächen — einschließlich stillgelegter Kohlekraftwerke mit Netzanschluss und Fernleitungsinfrastruktur — errichtet werden können und weil Einheiten schrittweise statt als Einzelprojekt im Gigawattbereich hinzukommen.
Für Indiana rahmt die Meldung die Stilllegung des Kraftwerks als Energiewende um: Arbeitsplätze, Netzanschlussrechte sowie Dampf- und Wasserinfrastruktur bleiben nutzbare Vermögenswerte. Für Amazon ist es das angebotsseitige Gegenstück zu einer von KI-Rechenzentren getriebenen Nachfragekurve.
Zu beobachten bleiben Reaktorhersteller, der Lizenzierungsweg bei der Nuclear Regulatory Commission, Gesamtinvestition und Zeitplan sowie die Frage, ob der Strom für Amazons eigene Einrichtungen vertraglich gesichert oder in das Regionnetz verkauft wird.
Mehr: TechCrunch.




