Ein ungewöhnliches Gravitationswellensignal, das Ende letzten Jahres vom Laser-Interferometer Gravitationswellen-Observatorium (LIGO) entdeckt wurde, hat die Hoffnung neu belebt, dass ursprüngliche Schwarze Löcher — lange als rein theoretisch betrachtet — endlich in Reichweite der Entdeckung sein könnten, was potenziell eines der größten Rätsel der Astronomie lösen könnte: die Natur der Dunklen Materie.
Es wird angenommen, dass ursprüngliche Schwarze Löcher im ersten Bruchteil einer Sekunde nach dem Urknall entstanden sind, lange bevor die ersten Sterne oder Galaxien existierten. Im Gegensatz zu den Schwarzen Löchern, die durch kollabierende Sterne entstehen, könnten diese hypothetischen Objekte so klein wie ein Asteroid sein.
Ein unerklärtes Signal
Im November 2025 gab LIGO eine automatische Warnung für eine Verschmelzung heraus, bei der mindestens ein Objekt weniger als eine Sonnenmasse zu haben schien — viel zu klein, um durch konventionelle Sternentwicklung erklärt zu werden.
Eine Lösung für die Dunkle Materie
Cappelluti und Magaraggia argumentieren, dass das entdeckte Objekt am besten als ursprüngliches Schwarzes Loch erklärt wird. Ihre im Astrophysical Journal veröffentlichten Ergebnisse deuten darauf hin, dass das mysteriöse LIGO-Signal keine konventionelle astrophysikalische Erklärung hat und am ehesten mit einem ursprünglichen Schwarzen Loch vereinbar ist.
Dunkle Materie ist die unsichtbare Substanz, die etwa 85% aller Materie im Universum ausmacht und die Gravitationskraft liefert, die Galaxien zusammenhält. Trotz jahrzehntelanger Suche bleibt ihre Natur unbekannt.
Was als nächstes kommt
Beide Forscher betonen, dass eine einzige Entdeckung nicht ausreicht. Geplante Upgrades werden LIGO noch empfindlicher machen und die Chancen erhöhen, weitere ursprüngliche Schwarze Löcher zu finden. Zukünftige Observatorien werden diese Reichweite noch erweitern. Die Laser Interferometer Space Antenna (LISA) der Europäischen Weltraumorganisation, die für 2035 geplant ist, soll Gravitationswellen aus den frühesten Epochen des Universums erfassen.



