Visa gab am Montag bekannt, das KI-gestützte Betrugserkennungsunternehmen BioCatch für 2,4 Milliarden Dollar in bar zu übernehmen — der jüngste Schritt des Zahlungsriesen zur Stärkung seines Cybersicherheits- Arsenals.

Das in Tel Aviv ansässige BioCatch nutzt Verhaltens- und Geräteintelligenz — es analysiert, wie Menschen tippen, wischen und sich durch Apps bewegen —, um Betrug in Echtzeit zu erkennen, von Account-Übernahmen bis zu Identitätsdiebstahl mit synthetischen Identitäten. Hinter dem Unternehmen stehen die Private-Equity-Gesellschaft Permira und weitere Investoren.

Der Deal baut auf Visas bestehenden Cyber-, Betrugs- und Risikoprodukten auf und gibt dem Kartennetz eine stärkere Antwort auf eine zunehmend automatisierte Bedrohungslage, in der KI-generierte Angriffe schneller skalieren können, als menschliche Analysten reagieren. Die Transaktion soll vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen in den kommenden Quartalen abgeschlossen werden.

Es ist die jüngste einer Reihe von Sicherheitsinvestitionen: Visa erklärt, in den vergangenen fünf Jahren mehr als 13 Milliarden Dollar ausgegeben zu haben, um Schwachstellen in seinem Netzwerk zu beheben. Für BioCatch krönt die Übernahme eine lange Erfolgsgeschichte als eines der prominentesten Start-ups im Bereich Verhaltensbiometrie — ein Feld, das von der Neuheit zur Notwendigkeit wurde, da Betrug ohne physisch vorhandene Karte die Verluste dominiert.

Visa erwartet, dass die Übernahme neutral bis leicht gewinnsteigernd wirkt. Weitere Bedingungen wurden über den Kaufpreis hinaus nicht bekannt gegeben.