Die Venus galt lange als geologisch tote Welt. Neue Forschungsergebnisse der ETH Zürich zerstören diese Annahme. Die in Nature Geoscience veröffentlichte Studie präsentiert die ersten hochauflösenden 3D-Computersimulationen der Rift-Talsysteme der Venus. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Venus ist tektonisch lebendig.

Die 3D-Simulationen des ETH-Teams zeigen, dass die Rift-Täler geologisch jung sind und sich mit 3 bis 10 Zentimetern pro Jahr verbreitern. Ein Abgleich mit Radarbildern der NASA-Sonde Magellan aus den 1990er Jahren ergab eine perfekte Übereinstimmung.