Das Ein-Personen-Unternehmen ist längst kein Lifestyle-Nebenprojekt mehr — es wird zu einer ernsthaften Unternehmenskategorie. Eine Analyse des Zahlungsdienstleisters Stripe zeigt: Tausende Solo-Betreiber auf seiner Plattform erwirtschaften inzwischen mehr als 1 Million Dollar Umsatz — ihre Zahl hat sich zwischen 2023 und 2025 verdoppelt.
Die Zahl der Solo-Betreiber, die die 10-Millionen-Dollar-Marke überschreiten, hat sich im selben Zeitraum fast verdreifacht, so die vom Wall Street Journal hervorgehobene Analyse.
Der Trend wird zu großen Teilen von KI angetrieben. Ein Gründer, KI-Belegschaft: Unternehmer setzen Codierungsassistenten, Agenten und automatisierte Werkzeuge ein, um Arbeiten zu erledigen, die früher ein Team aus Ingenieuren, Vermarktern und Support-Mitarbeitern erfordert hätten.
Stripes eigene Daten zu Spitzenverdienern zeigen, wie stark die Gewinne konzentriert sind: 2025 erzielten Solo-Gründer im obersten Dezil in ihren ersten sechs Monaten das 61-fache des Umsatzes des Median-Gründers.
Die Verschiebung hat Auswirkungen weit über die Startup-Kultur hinaus. Wenn ein wachsender Anteil der Wirtschaftsleistung von Unternehmen ohne Mitarbeiter erzeugt wird, müssen Fragen von Arbeitnehmerschutz und Sozialleistungen bis hin zu Steuerstrukturen und Gründungspolitik neu gedacht werden.
Vorerst zeigen die Zahlen in eine Richtung: Die Werkzeuge, mit denen eine Person ein Millionengeschäft führen kann, werden immer billiger und leistungsfähiger — und die Zahl derer, die es versuchen, wächst weiter.


