Wasserstoff weigert sich, in Hannover zu verblassen

Wasserstoff als Mobilitätskraftstoff hat in den letzten Jahren vielleicht etwas an Hype verloren, aber die IAA Transportation in Hannover bot konkrete Hinweise, dass die Technologie weit davon entfernt ist, tot zu sein. Pionier Toyota enthüllte eine nächste Generation, die bei gleicher Größe, Form und Gewicht fast doppelte Leistung bietet.

Die neue Generation wird in mehreren Varianten verfügbar sein: ein kompaktes 110-kW-Modul für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, ein Riegelmodul für Busse und ein Schwerlastmodul für Lkw und Industriemaschinen. Der Toyota Hilux Pickup mit dem 110-kW-Modul soll voraussichtlich Mitte 2028 auf den Markt kommen.

Industrielle Adoption beschleunigt sich

Die bedeutendsten Ankündigungen im Schwerlastbereich: Scania wird ab nächstem Jahr 40 Schwerlastfahrzeuge mit Toyotas neuem System für Testzwecke ausstatten. Iveco wird seinen S-eWay Fuel Cell Sattelschlepper mit demselben System ausrüsten, Straßentests sind für das kommende Jahr geplant.

Toyota positioniert die Brennstoffzelle als Ergänzung zum Batterieelektroantrieb, nicht als Konkurrenz. Bestimmte Anwendungsfälle — 24/7-Betrieb, Fernverkehr, schwere Lasten über große Entfernungen — passen nicht in das Ladefenster der Akkutechnik.

Chinesischer Wettbewerb kommt

Die chinesische Marke Rygg debütierte ebenfalls auf der Messe mit einem H2-Sattelschlepper auf Ford-Basis. Der Markteintritt signalisiert, dass die Entwicklung von Wasserstoff-Schwerlastfahrzeugen nicht mehr das ausschließliche Terrain etablierter europäischer und japanischer Hersteller ist.