SK Hynix, einer der weltgrößten Speicherchip-Hersteller, verhandelt offenbar mit Intel, um potenziell in Intels kommendem Halbleiterwerk in New Albany, Ohio, Speicher zu produzieren.

Die Gespräche, die erstmals von Reuters unter Berufung auf anonyme Quellen berichteten, könnten dazu führen, dass SK Hynix entweder Platz in Intels geplantem Werk anmietet oder ein Gemeinschaftsunternehmen gründet — möglicherweise mit Cloud-Hyperscalern, die zusätzliche Speicherkapazitäten sichern wollen. Der Deal würde fortschrittliche Speicherprodukte umfassen, potenziell einschließlich DDR6-DRAM, High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Beschleuniger oder NAND-Flash für SSDs.

Intels Ohio-Komplex, der ursprünglich für 2025 fertiggestellt werden sollte, wurde angesichts der breiteren finanziellen Krise des Unternehmens wiederholt verzögert. Die Produktion soll frühestens 2030 beginnen, mit der Serienfertigung mindestens ein Jahr später. SK Hynix hätte einen ähnlichen Zeitplan, was bedeutet, dass der Deal kurzfristig keine Entspannung an den angespannten Speichermärkten bringen würde.

Das Arrangement könnte auf regulatorische Hindernisse stoßen: Südkorea klassifiziert die fortschrittliche Speicherproduktion als sensible Technologie und könnte eine Genehmigung für die Produktion im Ausland verlangen. Die südkoreanische Regierung hat zuvor die Übertragung modernster Halbleiter-Expertise an ausländische Einrichtungen eingeschränkt.

Bei endgültiger Beschlussfassung would der Deal eine bedeutende Entwicklung in der US-Halbleiterfertigung markieren und koreanische Speicher-Expertise auf amerikanischen Boden bringen — zu einer Zeit, in der der CHIPS Act Milliarden in inländische Chip-Investitionen treibt.