Google hat eine schwerwiegende Zero-Click-Schwachstelle in seiner Pixel-Smartphone-Reihe gepatcht, die in begrenzten, gezielten Angriffen ausgenutzt wurde.
Der als CVE-2026-58704 verfolgte Fehler befand sich im Pixel-Modem — der Komponente für die Mobilfunkverbindung. Ein Angreifer konnte ihn aus der Ferne nutzen, ohne jede Interaktion des Gerätebesitzers, und erhielt eine Privilegienerweiterung über die Modem-Sandbox hinaus in die breiteren Daten des Telefons.
Google offenbarte nicht, wer hinter der Ausnutzung stand, aber Zero-Click-Modem-Schwachstellen dieser Art sind typischerweise mit kommerziellen Überwachungsanbietern verbunden, die Spyware an Regierungen und Strafverfolgungsbehörden verkaufen. Das Unternehmen sagte, der Fehler sei möglicherweise „begrenzter, gezielter Ausnutzung ausgesetzt“ und wurde nun behoben.
Die Offenlegung erfolgt inmitten eines arbeitsreichen Jahres für Android-Sicherheit. Googles September-2026-Update behob 180 Schwachstellen auf der gesamten Plattform, darunter zwei weitere aktiv ausgenutzte Zero-Days (CVE-2025-38352 und CVE-2025-48543). Anfang 2026 veröffentlichte Google Project Zero Forschung zu einer separaten Zero-Click-Exploit-Kette, die den Dolby-Audioverarbeitungsstack des Pixel 9 anvisierte.
Pixel-Benutzer sollten das neueste Sicherheitsupdate sofort installieren. Die Schwachstelle unterstreicht das anhaltende Risiko in Basisband-Firmware — einer Schicht, die unter dem Betriebssystem arbeitet und für Benutzer schwer zu überwachen oder direkt zu schützen ist.



