IT-Sicherheitsforscher haben DDROP vorgestellt, einen Hardware-Angriff, der einen einfachen, kostengünstigen Adapterstecker verwendet, um die RAM-Verschlüsselung zu umgehen, auf der Confidential Computing basiert — die Technologie, mit der Cloud-Anbieter garantieren, dass selbst sie nicht auf Kundendaten innerhalb von virtuellen Maschinen zugreifen können.
Der Angriff funktioniert durch das Einsetzen eines auf einem Teensy-Mikrocontroller basierenden Adapters zwischen einen DDR5-Speicherriegel und den Motherboard-Steckplatz. Das Geröt fängt Schreibvorgänge im Speicher ab und löscht sie leise, indem es den DDR5-Fehlerbehandlungsmechanismus ausnutzt.
Da alte Daten in Speicherzellen erhalten bleiben, wenn Schreibvorgänge blockiert werden, können Angreifer den Zustand eines Systems zu einem bestimmten Moment einfrieren. Bei Anwendung auf Intels TDX-Technologie kann DDROP die Secure Extended Page Tables manipulieren.
Der Angriff betrifft Intel TDX, Intel Scalable SGX, AMD SEV-SNP und potenziell Arm CCA, wurde aber nur gegen x86-Plattformen getestet. Die Forscher informierten alle drei Chip-Hersteller, die die Ergebnisse bestätigten, aber darauf hinwiesen, dass physische DRAM-Angriffe für aktuelle Bedrohungsmodelle „Out-of-Scope“ sind.




