Ein 'Monster'-Klimamuster
Das El-Niño-Klimamuster, das sich im Pazifik verstärkt, steuert auf das größte seit mindestens 150 Jahren zu, wie Forscher am 23. Juli in einer Pressekonferenz bekannt gaben. Die Prognosen sind atemberaubend: Der Höhepunkt dieses El Niño wird den bisherigen Rekord mit „wahrhaft atemberaubendem Abstand" übertreffen, so Zeke Hausfather.
Wenn die Prognosen eintreffen, könnte der Hitzeschub aus dem Ozean in Kombination mit der menschengemachten Erderwärmung 2027 zum heißesten Jahr machen — mit globalen Temperaturen bis zu 1,7°C über vorindustriellem Niveau.
Wirtschaftliche und ökologische Folgen
Forscher schätzen, dass das starke El Niño von 1997-98 das globale Wirtschaftswachstum um 5,7 Billionen Dollar schrumpfte. Für dieses Ereignis warnen Wissenschaftler vor 10 Billionen Dollar wirtschaftlichen Verlusten bis 2032 durch Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Waldbrände.
Ein Planet am Abgrund
Hausfather zufolge könnte El Niño die Temperaturen bereits in den kommenden Monaten so stark anheben, dass 2026 selbst ein Rekordjahr wird. Die Kombination aus einem verstärkten natürlichen Zyklus und der unerbittlichen menschengemachten Erwärmung treibt den Planeten in Gebiete, die kein lebender Mensch je erlebt hat.


