Die Grenze zwischen Quanten und Klassik
In der neuesten Folge von Quanta Magazins The Joy of Why-Podcast erklärt der Physiker Jonathan Halliwell eines der hartnäckigsten Rätsel der Physik: Warum verschwinden die seltsamen Regeln der Quantenmechanik — Superposition, Verschränkung, Wellen-Teilchen-Dualität — wenn wir uns Alltagsobjekte ansehen?
Die Antwort liegt, so Halliwell, in der Quantendekohärenz: dem Prozess, durch den Quantensysteme ihren Quantencharakter durch Wechselwirkung mit ihrer Umgebung verlieren. Wenn ein Quantensystem mit der riesigen Teilchenzahl seiner Umgebung verschränkt wird, heben sich die empfindlichen Quantenkorrelationen, die die Superposition ermöglichen, effektiv auf und hinterlassen das klassische Verhalten, das wir beobachten.
Warum es wichtig ist
Dekohärenz löst das Messproblem nicht vollständig — sie erklärt, warum wir makroskopische Quanteneffekte nicht sehen, aber nicht, warum wir definite Ergebnisse erhalten. Halliwell, Professor am Imperial College London, hat Jahrzehnte damit verbracht, die Grundlagen der Quantenmechanik und die Rolle der Dekohärenz im Quanten-zu-Klassik-Übergang zu studieren.




