Forscher am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) haben eine langjährige Hürde in der Photovoltaik der nächsten Generation überwunden, indem sie eine Perowskit-Triple-Junction-Solarzelle entwickelten, die 27,3% Wirkungsgrad erreicht. Das Team um Steve Albrecht führte eine neuartige Graphenoxid- und SAM-Bilayerschicht ein, die optische und elektrische Verluste an vergrabenen Grenzflächen unterdrückt.
Der Hauptengpass war die schmalbandige Zinn-Blei-Unterzelle, die Nahinfrarotlicht absorbiert. Der organische Polymer PEDOT:PSS litt unter parasitärer Lichtabsorption und saurer Degradation. SAMs verursachten massive Ionenakkumulation. Die HZB-Forscher legten eine ultradünne Graphenoxidschicht auf, bevor sie das SAM-Molekül MeO-2PACz einbrachten. Die Bilayerschicht erreichte in Einzell-Triple-Junction-Zellen 22,1% gegenüber 12,0% bei reinen SAM-Geräten. In einer monolithischen Triple-Junction-Stapelung betrug der Gesamtwirkungsgrad 27,3%. Die kapselungen Geräte behielten nach 770 Stunden 90% der anfänglichen Leistung bei.
Das Team prognostiziert, dass weitere Optimierungen die 30%-Marke überschreiten können. Die Ergebnisse wurden in Joule veröffentlicht.
Quelle: Physics World, 9. September 2026 https://physicsworld.com/a/bilayer-approach-ramps-performance-of-all-perovskite-triple-junction-solar-cells/




