Palantir Technologies hat mit einem überragenden zweiten Quartal die Kritiker verstummen lassen: Die Aktie stieg am Montag um 12 % und krönte damit eine Woche, in der die Sorgen über KI-Investitionsausgaben an der Wall Street verblassten.
Das Datenanalyse-Unternehmen meldete einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,41 US-Dollar (erwartet: 0,35) und einen Umsatz von 1,94 Milliarden US-Dollar — plus 93 % im Jahresvergleich und über der Konsensprognose von 1,81 Milliarden. Der Ausreißer war das US-Commercial-Geschäft: Es legte gegenüber dem Vorjahr um fast 150 % zu — ein Beleg, dass Unternehmen die KI-Plattformen über Regierungsaufträge hinaus rasch übernehmen.
Palantir hob die Jahresprognose 2026 auf 8,15 bis 8,158 Milliarden US-Dollar an (zuvor rund 7,2 Milliarden) — ein deutliches Bekenntnis zur KI-getriebenen Nachfrage.
CEO Alex Karp gab sich im Earnings Call kämpferisch: "Zum ersten Mal glauben uns die Leute" — und ging laut TechCrunch noch weiter, indem er die gesamte KI-Branche als "marxistisch" bezeichnete, eine Spitze gegen Rivalen, denen er Überversprechen vorwirft.
Der Kurssprung kam an einem Tag, an dem die Wall Street die KI-Ausgabensorgen beiseiteschob: Microsoft legte rund 5 % zu, und Amazon überschritt erstmals die Marke von 3 Billionen US-Dollar Marktwert.



