Mindfactory hat nach einem Cyberangriff alle Kundenpasswörter zurückgesetzt. Wer ein Konto bei dem Hardwarehändler hat, muss es ändern, bevor der Shop wieder nutzbar ist.
Das Unternehmen mit Sitz in Wilhelmshaven hat nach eigenen Angaben Kunden und Datenschutzbehörde informiert und Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Benachrichtigt wurden alle, die seit der Übernahme durch die heise group im Juli 2025 etwas bestellt haben.
Nach derzeitigem Stand kann Mindfactory nicht ausschließen, dass Angreifer Zugriff auf personenbezogene Daten hatten: Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und verschlüsselt gespeicherte Passwörter. Ausgeschlossen werden können nach Angaben des Unternehmens Bank- und Kreditkartendaten – die liegen nicht im Shopsystem, sondern bei den Zahlungsdienstleistern. Das Unternehmen vermutet, dass die Angreifer genau darauf aus waren.
Für die neuen Passwörter kommt nach Angaben von Geschäftsführer Marcel Kirchner ein moderneres Hash-Verfahren zum Einsatz. Die Untersuchungen laufen weiter.
Die praktische Konsequenz reicht über den Shop hinaus. Weil Kontaktdaten betroffen sein könnten, warnt Mindfactory vor gezielten Betrugsversuchen per E-Mail, SMS oder Anruf und rät, keine persönlichen Informationen preiszugeben und keine Links oder Anhänge zu öffnen. Wer bei Mindfactory ein Passwort verwendet hat, das auch anderswo im Einsatz ist, sollte es dort ebenfalls ändern – ein gestohlener Hash ist kein Klartext, aber mit genügend Rechenzeit und schwachen Passwörtern ein Anfang.
Transparenzhinweis: Die heise mindfactory GmbH ist eine Tochtergesellschaft der heise group, zu der auch heise medien gehört, der Herausgeber dieser Meldung.




