Auf der IFA 2026 sind Roboter allgegenwärtig – doch ein Rundgang von heise-online-Autorin Ulrike Kuhlmann über das Berliner Messegelände zeigt: Die Intelligenz ist noch nicht ganz angekommen. Der chinesische Roboterhersteller Unitree unterhielt das Publikum mit boxenden Humanoiden, die mitten im Kampf immer wieder dorthin schlugen und traten, wo der Gegner nicht mehr stand: beeindruckende Körperbeherrschung, aber meist einstudierte Abläufe, unterbrochen von kurzen Orientierungssequenzen.

Der Rest der Hallen teilt sich in Schwerlast-Helfer und 'Companions'. Das Startup Zeroth zeigte einen robusten, rund 70 Zentimeter großen Humanoiden zum Erlernen der Programmierung servogetriebener Bewegungen – er erkennt auch Bücher, die Kinder ihm zum Vorlesen hinhalten. Knuddeligere Begleiter mit großen Augen-Displays versprechen, Kinder mit ADHS oder Autismus zu beruhigen; je Spektrum laufe ein anderes Programm, die wissenschaftliche Begleitung bleibt unklar.

Der wunde Punkt ist die Privatsphäre. Companions haben Kameras und Mikrofone, doch die Stimmen ihrer Sprachmodelle werden in der Cloud verarbeitet. Die meisten Anbieter – überwiegend chinesische – versichern, die Daten verließen das Gerät nie; ohne KI-Server im Gerät sei das technisch unmöglich, merkt heise an. Rollende Pflegeroboter, die der Softwarehersteller Tuya vorführte, können nach einem Sturz Hilfe rufen – scheitern aber an geschlossenen Türen und begrenzter Akkulaufzeit.

Warum das zählt: Die IFA zeigt, dass Consumer-Robotik körperlich reift, während der 'intelligente' Teil oberflächlich bleibt – und ein Roboter im Kinderzimmer, der nach Hause telefoniert, wirft Fragen auf, die die Branche noch nicht beantwortet hat.