Die EU-Staaten haben eine technische Lösung für das Cookie-Banner-Problem abgelehnt, berichtet Heise — eine Entscheidung, die die vertrauten Einwilligungs-Dialogs pro Website vorerst bestehen lässt.

Webseiten in der Europäischen Union zeigen Besuchern seit dem Inkrafttreten der DSGVO im Jahr 2018 Fenster zum Akzeptieren oder Ablehnen von Cookies. Die Banner sollten Tracking-Einwilligungen transparent machen; mittlerweile hat ein Jahrzehnt Klicks zu verbreiteter Einwilligungsmüdigkeit geführt, und sowohl auf EU- als auch auf Staatsebene wurde wiederholt nach Wegen gesucht, die Einwilligung ohne ein Fenster auf jeder Seite zu regeln.

Die Einwilligungsverwaltung zu standardisieren oder zu automatisieren, statt jedem Website-Betreiber einen eigenen Dialog zu überlassen, war der am häufigsten diskutierte technische Ansatz. Mit der Ablehnung durch die Mitgliedstaaten bleibt das derzeitige Flickenteppich site-bezogener Banner der Status quo; künftige Verbesserungsvorhaben müssten über andere Wege kommen.

Für Nutzer ist die praktische Folge einfach: Die Fenster bleiben.