CXMT, Chinas wertvollster Chiphersteller, erwägt den Bau eines zweiten Speicherchip-Werks in Peking und führt Finanzierungsgespräche mit einem von der Lokalregierung unterstützten Technologie-Produktionsstandort, wie Quellen Reuters mitteilten.
Das Unternehmen — offiziell ChangXin Memory Technologies — sucht für die Entwicklung des Werks, das hochmoderne DRAM-Speicherchips produzieren soll, fast 8,9 Milliarden Dollar Finanzierung; die Gesamtkosten werden auf mehr als 10 Milliarden Dollar geschätzt. Die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium, die Details seien noch im Fluss, so die Quellen.
Die geplante Expansion folgt auf einen historischen Börsengang von CXMT, dessen Aktien am Debüt um bis zu 472 % sprangen — ein Status als Dreh- und Angelpunkt von Pekings Streben nach Speicherchip-Autarkie. Washingtons Exportkontrollen haben chinesische Firmen von modernen Halbleiterwerkzeugen abgeschnitten; CXMT gilt weithin als Chinas beste Hoffnung, den Rückstand auf die Weltmarktführer Samsung, SK Hynix und Micron aufzuholen.
Ein zweites Werk in Peking würde CXMTs heimische DRAM-Ambitionen in einer Zeit ungefähr verdoppeln, in der Speicherpreise volatil sind und KI-Nachfrage den Markt umgestaltet. Analysten betonen, dass im Speichergeschäft nicht nur Technologie, sondern vor allem Skalierung entscheidet — eine Branche, in der Kapitalintensität den belohnt, der die meisten Fabriken bauen kann.
Das Unternehmen reagierte zunächst nicht auf Kommentaranfragen; lokale Behörden haben die Pläne nicht bestätigt.



