Wissenschaftler haben möglicherweise endlich einen Grund gefunden, warum Kaffee immer wieder mit längerem Leben und geringerem Krankheitsrisiko in Verbindung gebracht wird — und es liegt nicht am Koffein.
Forscher des Texas A&M College of Veterinary Medicine and Biomedical Sciences entdeckten, dass bestimmte Verbindungen im Kaffee den NR4A1-Rezeptor aktivieren, einen 'Nährstoffsensor', der Zellen vor stressbedingten Schäden schützt.
Die in der Fachzeitschrift Nutrients veröffentlichte Studie liefert einen der ersten direkten biologischen Mechanismen, die die gesundheitlichen Vorteile von Kaffee erklären.
Überraschenderweise waren die aktivsten Verbindungen nicht Koffein, sondern Polyhydroxy- und Polyphenolverbindungen wie Kaffeesäure — Substanzen, die auch in vielen Obst- und Gemüsesorten vorkommen. Als die Forscher NR4A1 aus den Zellen entfernten, verschwanden die Schutzwirkungen vollständig.
'Koffein bindet den Rezeptor, bewirkt aber in unseren Modellen nicht viel', erklärte Safe. 'Die Polyhydroxy- und Polyphenolverbindungen sind viel aktiver.'
Die Forschung ändert nichts an den aktuellen Empfehlungen für den Kaffeekonsum. Sie liefert den Wissenschaftlern jedoch eine lang gesuchte biologische Erklärung für den Zusammenhang zwischen Kaffee und besserer Gesundheit.




