Ein einzelner Krankheitsfall wird selten zur Schlagzeile — hier liegt der Nachrichtenwert aber im Labordetail: Die Diagnose wurde bestätigt, als Parasiteneier unter geeigneten Bedingungen gezüchtet wurden und frei schwimmende Larven freisetzten. Genau das ist für bestimmte Wurminfektionen der Beweis.
Viele parasitische Würmer werden nachgewiesen, indem man ihre Eier in Stuhl, Urin oder Gewebe findet. Eier allein belegen eine Besiedlung; Eier, aus denen sich aktiv bewegliche Larven entwickeln, belegen, dass der Parasit lebt und sich vermehrt. Dass die Infektion das zentrale Nervensystem betrifft, macht diesen Nachweis besonders wertvoll: Eine Hirnbiopsie ist kein Test, den man beiläufig anordnet.
Beteiligung des Gehirns erschwert die Diagnose zusätzlich. Blutuntersuchungen reagieren häufig kreuz, ein positiver Antikörpertest kann also eine alte Exposition, einen anderen Erreger oder etwas klinisch Belangloses bedeuten. Bildgebung zeigt Entzündung, Schwellung oder eine Läsion, die einem Tumor, einem Abszess oder einem Autoimmunprozess ähnelt. Häufig wird deshalb zunächst auf Kopfschmerzen, Krampfanfälle oder psychiatrische Symptome behandelt, bevor jemand nach Reisen, Wasserkontakt oder Ernährung fragt.
Die praktischen Ratschläge der Gesundheitsbehörden wiederholen sich seit Jahren, weil die meisten dieser Infektionen über den Darm oder die Haut aufgenommen werden: Süßwasserschnecken, Krebse und Flusskrebse gründlich garen, Obst und Gemüse waschen, unbehandeltes Oberflächenwasser meiden, in kontaminierten Böden Schuhe tragen. Die Behandlung kombiniert üblicherweise ein Antiparasitikum mit Kortikosteroiden, weil die Entzündung durch absterbende Würmer gefährlicher sein kann als die Würmer selbst.
Welche Art beteiligt war, wie der Fall ausging und welche Therapie gewählt wurde, war in der verfügbaren Berichterstattung nicht enthalten; dieser Beitrag beschreibt deshalb das allgemeine Diagnoseprinzip und nicht die Einzelheiten des Falls.




