Heise berichtet, dass „Sound Glow“, Apples neue Licht-Sync-Funktion, auch auf älteren HomePods erscheint – nicht nur auf der Hardware, die sie zuerst ausliefert.

Licht-Synchronisation ist eine etablierte Kategorie: Philips' Hue Sync Box, Nanoleaf, Govee. Allen gemeinsam ist ein Schönheitsfehler – irgendetwas muss das Audio mithören und in Farbe übersetzen, meist eine Bridge, eine Kamera oder ein HDMI-Durchschleifer. Ein Lautsprecher, der den Ton ohnehin hat, über Mikrofonarrays verfügt und fest im Raum steht, macht die Zusatzbox überflüssig. Genau dort liegt der Vorteil eines Herstellers, dem der Raum und der Ton gehören.

Interessant ist das Wort „ältere“. Abwärtskompatibilität ist bei einer Smart-Home-Funktion eine strategische Aussage: Sie sagt der installierten Basis, dass der bereits gekaufte HomePod Sensor und Ausgabe für die nächste Funktion ist – kein Gerät, das auf Austausch wartet. Apples Smart-Home-Geschichte war ein langsames Geschäft, getragen von Softwareupdates und einem Hub, der die Rolle des Wohnzimmers neu besetzen soll. Die billigste Art, eine Plattform zu vergrößern, ist, vorhandene Hardware mehr tun zu lassen; die teuerste ist, den Bestand zu entwerten.

Offen lässt die knappe Meldung: welche Modelle, zu welchem Zeitplan, und welche Licht-Ökosysteme angesteuert werden. Ob die Funktion über HomeKit- und Matter-Leuchten läuft oder bestimmte Partner voraussetzt, entscheidet, ob das eine Plattformfunktion ist oder eine Demo. Die Latenz entscheidet, ob es aussieht, als spiele die Musik den Raum – oder als hinke der Raum hinterher. Bei Licht-Sync ist Verzögerung kein technisches Detail, sondern das Produkt.

Die Funktion selbst ist klein. Ihre Richtung nicht: Der Lautsprecher wird zum Audiosensor des Raums, und Licht ist der billigste Weg, Klang sichtbar zu machen, ohne ein Display zu bauen.