Das Pentagon hat der Batteriematerial-Firma 6K eine bedingte Finanzierung von 250 Millionen Dollar für ein Werk in Tennessee zugesagt – Geld für einen Herstellungsprozess, der auf Mikrowellen statt auf chinesische Lieferketten setzt.

6K mit Sitz in North Andover, Massachusetts, ist zwölf Jahre alt. Das Unternehmen erhitzt Metalle mit Mikrowellen zu einem Plasma und schlägt sie dann auf einer Oberfläche nieder. Das verkürzt die Zahl der Schritte, die für Kathodenmaterial nötig sind – jenen Bestandteil, der Kosten und Energiedichte einer Zelle bestimmt – und lässt sich nach Angaben des Unternehmens auf mehrere Zellchemien anwenden, darunter Lithium-Eisenphosphat.

Es ist nicht die erste öffentliche Förderung. 2023 erhielt 6K einen Zuschuss von 50 Millionen Dollar vom Energieministerium aus dem Bipartisan Infrastructure Law. Dieser Zuschuss wurde bei der Durchsicht der Biden-Ära-Auszeichnungen durch die Trump-Regierung gestrichen, worauf das Unternehmen neu beantragen musste. Ursprünglich sollte das Werk 2024 eröffnen; die Streichung und die Unsicherheit im EV-Markt zwangen zu einer Neuplanung.

Zwei Einschränkungen sind wichtig. Die Genehmigung ist bedingt, kein geschlossener Vertrag – der Betrag kann sich noch ändern oder entfallen. Und es handelt sich um ein Darlehen, nicht um einen Zuschuss: Das Geld kommt zurück, was den Aufbau heimischer Kathodenkapazität zu einer Schuldenlast macht, die das Unternehmen erst mit Produktion abtragen muss.

Die Logik dahinter ist weniger industriepolitisch als militärisch. Batterien sind heute überall auf dem Gefechtsfeld, und das Verteidigungsministerium will Kapazitäten, die nicht durch Exportkontrollen oder Häfen auf der anderen Seite des Pazifiks bedroht sind.