Ukrainische Drohnenbetreiber haben mit 400-Dollar-Shrike-FPV-Drohnen bereits russische Panzerfahrzeuge und sogar Hubschrauber zerstört. Jetzt werden Tausende dieser Drohnen mit KI aufgerüstet, die es ihnen erlaubt, bewegliche Ziele eigenständig zu verfolgen und zu treffen.

Mitte Juli begann das ukrainische Militär, Shrike-Drohnen des ukrainischen Herstellers SkyFall zu erhalten, die mit KI-Autonomie-Hardware und -Software des US-Unternehmens Auterion ausgestattet sind. Im Rahmen eines 100-Millionen-Dollar-Vertrags – Berichten zufolge von Deutschland finanziert – planen die Firmen, in den kommenden Monaten 50.000 Drohnen mit Auterions Skynode-S-Strike-Kits zu liefern.

Operatoren können die Drohnen in ein Kampfgebiet fliegen, ein Ziel in bis zu 800 Metern Entfernung markieren und per „Schalterumlegen" in den Fire-and-Forget-Endphasenmodus versetzen. Die Drohne verfolgt und trifft ihr Ziel weiter, selbst wenn die Funkverbindung abreißt – und sie verlässt sich dabei ausschließlich auf ihre Bordkamera, was sie immun gegen GPS-Störungen macht.

Die Autonomie läuft auf einem westlichen Arm-Chip für umgerechnet nur etwa 18 US-Dollar; jede aufgerüstete Shrike kostet rund 2.000 US-Dollar gegenüber 400 US-Dollar für manuell gesteuerte Versionen – immer noch ein Bruchteil westlicher „Präzisionsmunition", die pro Schuss sechs- bis siebenstellige Preise kostet, wie Auterion-CEO Lorenz Meier anmerkte. Künftige Software-Updates könnten es einem einzelnen Operator erlauben, Schwärme autonomer Drohnen zu befehligen; das Unternehmen hat die Fähigkeit auf einem US-Militärgelände in Florida bereits demonstriert.

Meier betonte, dass Auterion daran glaubt, den Menschen in die Zielauswahl einzubinden: „Es ist wirklich gut, wenn ein menschlicher Operator eine Entscheidung über Leben und Tod trifft."