Tesla hat seinen vollständig unbeaufsichtigten Robotaxi-Dienst in Miami, Florida gestartet — der fünften US-Stadt, die den Dienst erhält, und der ersten außerhalb von Texas. Dies markiert eine aggressive Beschleunigung von CEO Elon Musks Wette auf autonomes Ride-Hailing in großem Maßstab.

Von Tag Eins an Völlig Unbeaufsichtigt

Der Miami-Einsatz ist bemerkenswert, weil Miami im Gegensatz zu früheren Einführungen in Austin, Houston, Dallas und Phoenix — die mit beaufsichtigtem Betrieb begannen — von Anfang an völlig unbeaufsichtigt ist. Kein Sicherheitsmonitor sitzt im Fahrzeug. Teslas VP of AI Software Ashok Elluswamy bestätigte den Meilenstein innerhalb von Stunden nach der Ankündigung am 3. Juli.

Die Technische Herausforderung: Kamera-Basiertes FSD in Tropischem Wetter

Miamis Start ist nicht nur eine geografische Expansion — es ist ein Live-Experiment, das die Grenzen von Teslas rein visueller autonomer Fahrarchitektur unter tropischen Bedingungen testet. Die plötzlichen heftigen Regenfälle, hohe Luftfeuchtigkeit und scharfe Sonnenblendung in Südflorida fordern Teslas kamera-basiertes System direkt heraus.

Kleine Flotte, Große Ambitionen

Teslas physische Flotte bleibt im Vergleich zu seinem Rivalen winzig. In Texas bestand Teslas registrierte unbeaufsichtigte Flotte aus etwa 42 Fahrzeugen — wobei zu jeder Zeit nur etwa 20 in Austin, Dallas und Houston im Einsatz waren. Waymo betreibt dagegen allein in Texas etwa 577 registrierte fahrerlose Fahrzeuge und landesweit etwa 3.000.

Was auf dem Spiel Steht

Teslas Expansionsstrategie setzt auf die Skalierung der FSD-Software statt auf den Aufbau großer dedizierter Flotten. Elon Musk hat ein signifikantes Flottenwachstum an FSD v15 geknüpft, eine geplante architektonische Neugestaltung, die das Fahrmodell von ~1 Milliarde auf ~10 Milliarden Parameter erhöht. Ein Veröffentlichungstermin wurde nicht festgelegt.