Wenn die drei SkyFall-Hubschrauber der NASA über den Marshimmel fliegen, wird eine ihrer Aufgaben darin bestehen, mit Bodenradar nach gefrorenem Wasser zu suchen — einer kritischen Ressource für künftige Astronauten. Damit dieses Radar funktioniert, braucht jeder Hubschrauber eine Antenne, die leicht genug zum Fliegen ist. Ingenieure des Jet Propulsion Laboratory der NASA haben diese Antenne nun auf Herz und Nieren geprüft.
Bei dem Bauteil handelt es sich um eine flexible, stoffbasierte Antenne, die gebogen und gefaltet werden kann. Im Environmental Test Laboratory des JPL bogen die Ingenieure die Antenne, um eine mögliche Ausrichtung nach einem SkyFall-Flug auf dem Mars zu simulieren, und testeten das Design in einer Kammer für elektromagnetische Störungen. Die Belastungskampagne umfasste auch simulierte Landungen: Die Antenne überstand rund 200 davon ohne Signalverlust — mehr als das Doppelte der Anforderung für die Primärmission, wie die Berichterstattung über die JPL-Tests festhält.
Radaringenieurin Maya Román verband ein Koaxialkabel mit einer Testantenne in der EMI-Kammer, wo die Antenne während der Messung nach oben gerichtet wurde, um Reflexionen und Interferenzen zu minimieren. Das leichte, biegsame Design — das JPL als eine Art nachschleifende „Frack-Schleppe“ hinter einem Modellhubschrauber vorführte — ist zentral für ein Missionskonzept, das die Rotorcraft-Erfahrungen von Ingenuity (72 Flüge in fast drei Jahren) hochskaliert.
SkyFall soll drei kompakte Hubschrauber mit jeweils vier Instrumenten zum Mars schicken, um zu demonstrieren, wie Luftaufklärung aus niedriger Höhe unterirdisches Wassereis aufspüren kann — eine Fähigkeit, die mitbestimmen könnte, wo Astronauten landen und worauf sie sich nach ihrer Ankunft stützen können. Die Anfang August vom JPL dokumentierten Antennentests sind ein weiterer Schritt, um diese wassersuchenden Flüge Wirklichkeit werden zu lassen.




