Ein Firmware-Update, das über Samsungs SmartThings-Plattform verteilt wurde, hat diese Woche einige smarte Kühlschränke des Herstellers lahmgelegt – Bewohner mussten Lebensmittel wegwerfen, genau zum Beginn des koreanischen Erntedankfests Chuseok.

Koreanische Medien berichteten zuerst. Star News Korea zufolge waren vor allem vierflügelige Bespoke-AI-Kühlschränke ab Baujahr 2024 betroffen, die nach dem Versuch des Updates 'plötzlich den Strom verloren und sofort aufhörten zu funktionieren'; die SmartThings-App zeigte sie danach als offline. Manche Nutzer berichteten, das interne Display sei bei der Meldung 'SmartThings-App während des Updates prüfen' hängen geblieben. Ein Nutzer schrieb, da auch die Kühlfunktion ausgefallen sei, hätten alle Lebensmittel entsorgt werden müssen. SBS Korea meldete Hunderte Beschwerden.

Laut ZDNET Korea stoppte Samsung das Update am 23. September und wollte einige Geräte am Folgetag reparieren. In einem Forenbeitrag erklärte ein Unternehmensvertreter, bei der Prüfung des Software-Updates sei ein Fehler aufgetreten; über die Servicezentren liefen mit höchster Priorität Notfallmaßnahmen. Manche Nutzer berichteten, der Support habe zunächst von knappen Technikerkapazitäten gesprochen und Reparaturen erst im Oktober in Aussicht gestellt.

Samsungs Fragen von Ars Technica, wie viele Geräte in welchen Ländern betroffen sind und was künftig geändert wird, blieben unbeantwortet.

Der Vorfall ist ein kleines, unbequemes Beispiel für ein größeres Muster: Internetfähige Haushaltsgeräte übernehmen die Fehlerarten von Software – Fernupdates, Fernausfälle, Fernfehler –, aber nicht deren Behebbarkeit. Auch ein einfacher Kühlschrank kann kaputtgehen, doch meist nicht wegen einer Änderung, die niemand physisch vorgenommen hat. Und wie Nutzer im Samsung-Forum selbst feststellten, ist der Kühlschrank nicht der harmloseste Ort für dieses Risiko: Ein Gerät, das plötzlich nicht mehr kühlt, kann auch Medikamente ruinieren.