Portainer, eines der am weitesten verbreiteten Container-Verwaltungsinterfaces, vollzieht einen drastischen Enterprise-Schwenk. CEO Neil Cresswell kündigte am 11. September an, dass Version 2.45 LTS die letzte Version der 2.x-Reihe ist. Die kommende Version 3.0 wird Kubernetes in den Mittelpunkt rücken, während Docker-, Podman- und Docker-Swarm-Unterstützung nur noch über das neue Kompatibilitätstool d2k läuft.

Die Community Edition bleibt auf der 2.x-Codebasis eingefroren und erhält nur noch Sicherheitsupdates und Bug-Fixes. Neue Produkte wie Portainer-Run, Portainer-IDP und Portainer-Command werden Kubernetes-exklusiv sein. Docker-Nutzer können weiterhin kostenlose Business-Edition-Schlüssel im Programm 3 Nodes Free erhalten, der Quellcode ist jedoch nicht mehr öffentlich.

Die Community-Reaktion ist heftig. Nutzer diskutieren Alternativen wie Komodo, Arcane, Dockge und Dockhand. Der Kern der Kritik: Kubernetes ist für die meisten Self-Hosting-Anwendungsfälle überdimensioniert.