Panasonic stellt zwei ToughBook-Baureihen auf die aktuelle Intel-Prozessorgeneration Core Ultra 300 alias Panther Lake um. Das ToughBook G3 ist ein Windows-Tablet mit 10,1-Zoll-Bildschirm (1920 x 1200 Pixel, 16:10), das größere ToughBook 34 bietet 12,4 Zoll (1920 x 1280, 3:2). Beide sitzen in robusten Gehäusen, denen Schläge, Stöße, Staub, Salzwasser und Öl wenig anhaben sollen.

Die Touchscreens lassen sich mit bloßen Fingern, Handschuhen oder Stiften bedienen und schaffen laut Panasonic dauerhaft ihre maximale Helligkeit von 1000 cd/m² über die volle Fläche. Auch die Helligkeitsanpassung ist schnell - eine Anforderung der finnischen Eisenbahner, damit Lokführer beim Wechsel zwischen verschneiter Landschaft und dunklem Tunnel jederzeit blendfrei auf den Bildschirm blicken können.

Beide Modelle haben zwei unterschiedliche Wechselakkus, die sich in verschiedenen Kapazitäten kombinieren lassen. Im G3 stehen bis zu 99 Wattstunden für bis zu 24 Stunden Laufzeit zur Verfügung - dafür muss in einem Akkufach ein nach hinten überstehender Langzeitakku stecken. Das G3 wiegt je nach Akkubestückung 1,1 bis 1,4 Kilogramm, mit Tastaturdock 2,0 bis 2,3 Kilogramm. Das größere ToughBook 34 startet bei 1,4 Kilogramm (mit Tastatur 2,6 Kilogramm) und nimmt bis zu zwei baugleiche 40-Wh-Akkus auf; einer reicht laut Panasonic für die 9 Stunden Laufzeit, die der Vorgänger ToughBook 33 nur mit zwei Akkus schaffte, mit beiden sind bis zu 18 Stunden möglich.

Die lange Laufzeit geht auch auf Panther Lake zurück, der in Intels 18A-Fertigungsprozess entsteht. Anders als früher gibt es allerdings keine CPU-Modelle mit geringer Abwärme, weshalb beide Modelle Lüfter benötigen - die aber abgekapselt vom übrigen Innenleben sitzen, damit Staub- und Wasserresistenz erhalten bleibt. Panasonic gibt diese mit IP66 an; dazu sollen Stürze aus bis zu 1,8 Metern und ein Temperaturbereich von -29 °C bis +63 °C verkraftet werden.

Zur Wahl stehen ein Achtkerner Core Ultra 5 355 oder ein 16-Kerner Core Ultra X7 368H, nur letzterer mit der integrierten Grafik Arc B390. Anders als beim kleineren Schwestermodell ist beim G3 keine analoge Audioklinke mehr vorgesehen - ein Erweiterungsmodul mit Klinkenanschluss gibt es auf ausdrücklichen Wunsch militärischer Nutzer. An den Rückseiten stehen Schächte für SmartCard- oder Fingerabdruckleser bereit, die SSDs sind per TCG OPAL verschlüsselt und sitzen in Quick-Release-Einschüben. Für militärische Kunden gibt es einen ins UEFI-BIOS gegossenen Kill-Switch, der die SSD nach einer Tastenkombination in Sekundenschnelle löscht - ohne Rückfrage. Zertifiziert sind die Geräte unter anderem für Red Hat Enterprise Linux 10.

Panasonic vertreibt ausschließlich an Geschäftskunden und nennt keine Startpreise; Privatkunden können ToughBooks nur indirekt über Vertriebspartner oder Systemhäuser erwerben. Die Geräte sind ab sofort erhältlich. Hinweis: Panasonic hat den Autor zur Produktvorstellung nach London eingeladen und die Reisekosten übernommen.