**Einem von der Universität Wien geleiteten Physikerteam ist ein bedeutender Durchbruch in der Quantencomputing-Forschung gelungen: Sie haben die Lebensdauer von Magnonen — winzigen magnetischen Wellen, die Quanteninformationen tragen können — um fast das 100-fache verlängert. Dies könnte zu Quantencomputern führen, die nicht größer als eine Münze sind.**
Die Forscher verlängerten die Magnonen-Lebensdauer von nur wenigen hundert Nanosekunden auf bis zu 18 Mikrosekunden. Ihre Ergebnisse wurden in Science Advances veröffentlicht.
**Der Durchbruch gelang durch die Kombination zweier Schlüsseltechniken.** Erstens erzeugte das Team kurzwellige Magnonen, die von Natur aus weniger empfindlich auf winzige Kristalloberflächendefekte reagieren. Zweitens kühlten sie ultrareine Kugeln aus Yttrium-Eisen-Granat (YIG) auf nur 30 Millikelvin.
Die vielleicht überraschendste Entdeckung war, dass die verbleibende Grenze der Magnonen-Lebensdauer nicht durch ein physikalisches Grundgesetz bestimmt wird, sondern von winzigen Verunreinigungen im Kristall abhängt.
**Mit Lebensdauern von 18 Mikrosekunden werden Magnonen weit mehr als nur temporäre Signale.** Sie könnten als zuverlässige Quantenspeicher und verlustarme Kommunikationskanäle dienen, die Quanteninformationen über einen Chip bewegen. Die Forscher sagen, dass Magnonen schließlich Hunderte von Qubits über einen gemeinsamen Pfad verbinden könnten — einen lang gesuchten "Quantenbus".




