IBM hat auf der Hot Chips 2026-Konferenz am 24. August den weltweit ersten Dual-Architektur-Mainframe-Prozessor vorgestellt. Der Chip ist darauf ausgelegt, sowohl IBM-Z- (s390x) als auch ARM-Befehlssätze nativ auf denselben Kernen auszuführen. Dies ist der erste Meilenstein der im April 2026 gegründeten IBM-ARM-Kooperation.
Der Prozessor basiert auf einer 2-Nanometer-Technologie und enthält 11 leistungsstarke Kerne mit mehr als 5,7 GHz. Er integriert KI-Inferenz-Beschleuniger für Fraud-Erkennung in Transaktionen, eine dedizierte On-Chip-Datenverarbeitungseinheit zur I/O-Beschleunigung und eine große Cache-Architektur für anspruchsvolle Unternehmensworkloads.
Die Kerninnovation besteht darin, dass der Chip keine separaten ARM- und IBM-Z-Kerne verwendet. Stattdessen kann jeder Prozorkern sowohl ARM- als auch IBM-Z-Anweisungen gleichzeitig nativ ausführen und dabei die bewährten Leistungs-, Sicherheits-, Verschlüsselungs- und Verfügbarkeitsmerkmale von IBM beibehalten. Dies eliminiert den Virtualisierungsaufwand, der für den Betrieb verschiedener Architekturen auf derselben Hardware typischerweise erforderlich ist.
Das Design bringt das ARM-Software-Ökosystem — das weltweit mehr als 22 Millionen Entwickler unterstützt — direkt auf IBMs Flaggschiff-Mainframes und LinuxONE-Server.
„Dieser Prozessor stellt einen bedeutenden architektonischen Fortschritt für IBM Z und LinuxONE dar", sagte Christian Jacobi, CTO und IBM Fellow. „Durch die native ARM-Unterstützung auf unserer Plattform verbinden wir Zugang zu einem der am schnellsten wachsenden Software-Ökosysteme mit den Eigenschaften, die IBM-Systeme zur Grundlage des heutigen Geschäfts gemacht haben."
Quellen
- newsroom.ibm.comIBM Unveils Next Generation Dual-Architecture Processor for IBM Z and LinuxONE — IBM Newsroom
- servethehome.comIBM Z and LinuxONE Dual-ISA Processor and AI Acceleration at Hot Chips 2026 — ServeTheHome
- hyperframeresearch.comIBM announces dual architecture support with Arm for Z and LinuxONE — Hyperframe Research



