Die US-amerikanische National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat eine Voruntersuchung zu Nachrüst-Fahrassistenzgeräten der von Hacker George Hotz gegründeten Firma Comma und deren openpilot-Software eröffnet. Auslöser sind fünf gemeldete Unfälle, bei denen Fahrzeuge mit dem System auf stehende, langsam fahrende oder einfädelnde Fahrzeuge auffuhren.

Laut dem Office of Defects Investigation (ODI) der Behörde umfasst die am 21. September eröffnete Untersuchung PE26007 die Hardware Comma Three, Comma 3X und Comma Four sowie openpilot und betrifft rund 30.000 Geräte. Die vorläufig geprüften Daten 'deuten darauf hin, dass das comma-System die Fahrzeuge in der Fahrspur möglicherweise nicht ausreichend erkannt oder auf sie reagiert hat', so die Behörde. Zwei der Unfälle endeten tödlich und forderten drei Tote; elf weitere Menschen wurden verletzt. Berichte merken an, dass in mindestens einigen Fällen von der Community veränderte 'Forks' des Comma-Codes im Einsatz waren.

Der Fall rückt eine schnell wachsende Kategorie von Zusatzhardware in den Fokus, die die werksseitige Fahrassistenz eines Autos verstärken oder erweitern kann. Solche Geräte stehen außerhalb der Sicherheitsvalidierung des Herstellers und lassen sich in einem Open-Source-Projekt wie openpilot von jedermann verändern. Comma positioniert seine Technik als Fahrassistenz, nicht als Autonomie, und verlangt, dass Fahrer die Hände am Lenkrad und die Augen auf der Straße behalten. Wie die Verantwortung verteilt wird — zwischen Unternehmen, Community-Forks und Fahrern — dürfte im Zentrum der Untersuchung stehen und wird von einer Branche genau verfolgt, die Verbrauchern 'freihändige' Systeme verkauft.