Apples Private Relay, eine optionale Funktion für iCloud+-Abonnenten, die die IP-Adresse beim Surfen mit Safari verschleiern soll, kann umgangen werden – Forscher zeigen, wie sich die echte IP-Adresse trotzdem ermitteln lässt.
Talal Haj Bakry und Tommy Mysk veröffentlichten ihre Ergebnisse am Dienstag (4. August) in einem Blogbeitrag und stellten eine Website bereit, auf der jeder prüfen kann, ob die eigene IP-Adresse trotz Private Relay sichtbar ist. TechCrunch testete die Seite und bestätigte, dass die echte IP-Adresse tatsächlich preisgegeben wurde. Zuerst berichtete 404 Media über den Fall.
Das Problem liegt in drei Funktionen der Browser-Engine WebKit, die von allen Browsern unter iOS genutzt wird. Private Relay ist kein VPN auf Systemebene, sondern schützt nur beim Surfen in Safari.
Mysk erklärte auf X, man habe bewusst darauf verzichtet, den Fehler bei Apple zu melden: "Unsere bisherige Erfahrung mit Apple sagt uns, dass eine Meldung Monate der Verzögerung, widersprüchliche Kommunikation und mitunter die vollständige Leugnung des Problems bedeutet hätte." Apple reagierte zunächst nicht auf Anfragen.
Mysk und seine Kollegen entwickeln den privaten Browser Psylo, der nach eigenen Angaben bereits Schutzmaßnahmen enthält, die IP-Lecks verhindern.




