Apples erstes Foldable kommt nächsten Monat – und das Unternehmen erklärt schon jetzt, was passiert, wenn es verschleißt. Über dem Display des iPhone Duo liegt eine matte Nano-Textur-Deckschicht, deren Aufgabe es ist, die Falte in der Mitte des faltbaren Bildschirms zu kaschieren. Kate Bergeron, bei Apple Vice President of Hardware Engineering, sagte in einem Interview, die Schicht sei zum Abziehen gedacht: Wenn sie die Falte nicht mehr verberge, lasse sie sich abziehen und ersetzen.

Auf der Support-Website beziffert Apple den Preis für diesen Austausch in den USA mit 19 Dollar – allerdings nur mit AppleCare+. Was der Wechsel ohne das Schutzpaket kostet, ist nicht veröffentlicht; deutsche Preise hat Apple ebenfalls noch nicht genannt. Den Tausch übernehmen nach Angaben in der deutschsprachigen Dokumentation voraussichtlich nur Apple Stores und autorisierte Servicepartner.

Der Kontext dieser Zahl ist wichtig. Batteriewechsel sind unter AppleCare+ kostenlos, solange die Kapazität unter 80 Prozent fällt; Reparaturen am vorderen oder hinteren Glas kosten je 29 Dollar; Schäden am Innendisplay oder andere Unfallschäden werden mit 99 Dollar Selbstbeteiligung taxiert. Gegen diese Tabelle sind 19 Dollar günstig – genau das hat die Debatte ausgelöst.

In Foren fragen Nutzer, warum ein Unternehmen die Austauschbarkeit einer Komponente bewirbt, bevor das Gerät überhaupt im Handel ist. Die eine Lesart ist großzügig: Apple hat die Schicht auf Langlebigkeit ausgelegt und sagt Käufern, dass es eine Lösung gibt, wenn sie doch verschleißt. Die andere ist weniger großzügig – dass das Unternehmen einem erwartbaren Verschleißmuster zuvorkommt, zumal später in diesem Jahr Apple-Pencil-Unterstützung auf beiden Bildschirmen hinzukommt und dann eine Stiftspitze über eine weiche matte Oberfläche gleiten könnte.

So oder so ist die Offenlegung für einen Marktstart ungewöhnlich – und sie trifft ein Gerät, bei dem sich Apple ein fragil wirkendes Bild am wenigsten leisten kann. Die Vorbestellung des iPhone Duo beginnt am Freitag, 16. Oktober; die allgemeine Verfügbarkeit folgt eine Woche später, am 23. Oktober. Erste Tester hatten bereits Schwächen bei Innenkamera und Dock-Bedienung angemerkt.