Withings, Hersteller smarter Waagen, Schlaftracker und Hybrid-Uhren, bepreist etwas, das Besitzer von Gesundheits-Wearables lange für selbstverständlich hielten: die eigenen Daten herauszubekommen.
Laut The Verge umfasst das Abo Withings+ — rund 100 Dollar im Jahr — nun auch die Synchronisierung von Messwerten mit Apps und Diensten Dritter. Die Änderung gilt ab dem 13. Oktober 2026 für neue Nutzer; wer sein Gerät früher gekauft hat, soll das bisherige Verhalten behalten.
Damit reiht sich Withings in die Riege der Hardware-Hersteller ein, die einst zum Produkt gehörende Funktionen in ein Abo verschieben. Der Einwand der Kunden richtet sich meist nicht gegen den Preis, sondern gegen das Prinzip: Die Daten stammen von einem Sensor, der ihnen gehört.
Das Gegenargument der Anbieter ist ebenso eingeübt: Cloud-Sync, App-Entwicklung und Langzeit-Support kosten jedes Jahr Geld, eine einmalige Hardware-Marge deckt das nicht. Der eigentliche Streitpunkt ist die Datenportabilität. Gesundheitsdaten sind am nützlichsten, wenn sie in der App landen, die man ohnehin nutzt — Apple Health, Googles Gesundheits-Stack, Strava, ein Arztportal. Eine Bezahlschranke zwischen Sensor und selbst gewählter Software erzeugt meist lautere Beschwerden als ein kostenpflichtiges Dashboard.
Der Schritt dürfte genau beobachtet werden — von konkurrierenden Wearable-Herstellern und von Aufsichtsbehörden, die sich zunehmend dafür interessieren, wie leicht Nutzer ihre Gesundheitsdaten mitnehmen können.
Quelle: The Verge. Der genaue Leistungsumfang des Abos und die Behandlung bestehender Kunden sind auf den Plan-Seiten von Withings zu prüfen.




