Uber wurde von der niederländischen Datenschutzbehörde mit 825 Millionen Euro (etwa 966 Millionen Dollar) Geldstrafe belegt, weil das Unternehmen automatisierte Systeme zur Sperrung von Fahrerkonten einsetzte — die zweithöchste Strafe, die jemals unter der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verhängt wurde.

Die Behörde stellte fest, dass Uber auf automatisierte Entscheidungssysteme zurückgriff, um die Konten von mindestens 171 Fahrern in den Niederlanden zu sperren oder zu deaktivieren, ohne angemessene Benachrichtigung zu bieten oder eine sinnvolle menschliche Überprüfung der Entscheidungen zu ermöglichen.

Unter der DSGVO müssen Unternehmen Personen informieren, wenn automatische Systeme bedeutende Entscheidungen über sie treffen, und einen Mechanismus für menschliche Überprüfung bereitstellen. Die niederländische Behörde stellte fest, dass Uber in beiden Punkten versagte.

Die Strafe ist die zweithöchste, die jemals unter der DSGVO verhängt wurde, und wird nur von Amazons 746-Millionen-Euro-Strafe im Jahr 2021 übertroffen.

Der Fall unterstreicht wachsende regulatorische Bedenken hinsichtlich algorithmischer Entscheidungsfindung in der Gig-Ökonomie, bei der automatische Systeme darüber entscheiden können, ob Arbeitnehmer den Zugang zu ihrer Haupteinkommensquelle behalten.