Eine beispiellose Koalition
Am 27. August veroeffentlichten mehr als 100 der groessten Technologieunternehmen der Welt einen gemeinsamen Appell, in dem sie Regierungen und Branchenfuehrern auffordern, einen gesellschaftsweiten Verteidigungsschub gegen KI-gestuetzte Cyberangriffe zu starten. Die Koalition umfasst die gesamte Bandbreite der Technologiebranche: KI-Modellhersteller (OpenAI, Anthropic), Cloud-Anbieter (Microsoft, Alphabet, Amazon), Chipmaker (Broadcom), Cybersecurity-Firmen (CrowdStrike, Cloudflare), Finanzinstitute (Capital One, Mastercard, Visa, Robinhood) und Unternehmenssoftware-Unternehmen (IBM, Oracle, Shopify).
In den kommenden Monaten werden KI-gestuetzte Cyberangriffe viel verbreiteter werden, da die Modelle auf der ganzen Welt zunehmend leistungsfaehiger werden, warnte der Brief. Er forderte die Regierungen auf, vertrauenswuerdige Zugangsprogramme zu beschleunigen.
Die Bedrohung ist real und beschleunigt sich
Der Brief spiegelt die wachsende Besorgnis in der Branche wider, dass KI nicht nur ein Verteidigungsinstrument, sondern auch ein Angriffsinstrument ist. Im Juni warnte die Five-Intelligence-Allianz in einer seltenen gemeinsamen Erklaerung, dass die KI-Revolution bereit sei, die Cybersicherheit fundamental zu veraendern.
Rogue-Akteure setzen bereits grosse Sprachmodelle ein, um in Organisationen einzubrechen. KI-gestuetzte Phishing-Kampagnen koennen jetzt hochpersonalisierte E-Mails in grossem Massstab erstellen. Die Einstiegshuerde fuer anspruchsvolle Angriffe sinkt, da Open-Weight-Modelle leistungsfaehiger werden.
Was sie fordern
Die Forderungen der Koalition sind konkret: Regierungen sollten vertrauenswuerdige Zugangsprogramme beschleunigen. Branchenfuehrer sollten Cybersicherheit zur Prioritaet der Geschaftsleitung machen. Organisationen sollten jetzt in KI-gestuetzte Verteidigungsinstrumente investieren.
Der Brief fordert keine Regulierung von KI-Modellen selbst, was die Vorliebe der Unterzeichner fuer defensive Investitionen statt offensive Einschraenkungen widerspiegelt.




