Erstmals haben Astronomen die subtile 'Moleküldrift' direkt beobachtet, die die Geburt eines Sterns auslöst – ein seit Jahrzehnten theoretisch beschriebener, aber nie zuvor in Aktion gesehener Prozess.
Mit dem 30-Meter-Radioteleskop IRAM in Spanien hat ein internationales Forscherteam ein Phänomen namens ambipolare Diffusion in einer kalten, dichten Gas- und Staubwolke namens L1544 entdeckt, die sich im Taurus-Molekülwolkenkomplex etwa 450 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet.
Ambipolare Diffusion beschreibt die allmähliche Entkopplung von neutralem Gas von Magnetfeldern in protostellaren Kernen – den dichten Materieansammlungen, die schließlich unter ihrer eigenen Schwerkraft kollabieren und Sterne bilden. Seit Jahrzehnten ist dieser Prozess ein Eckpfeiler der Sternentstehungstheorie, aber direkte Belege blieben bisher aus.
Quellen
- eurekalert.orgEurekAlert! — Capturing the cosmic 'drift' before a star is born
- scitechdaily.comSciTechDaily — Astronomers Detect the Hidden Process That May Trigger Star Birth
- kyushu-u.ac.jpKyushu University — Capturing the cosmic 'drift' before a star is born
- aanda.orgAstronomy & Astrophysics — Probing the ion-neutral drift velocity toward the L1544 prestellar core




