Die Auslieferungen KI-fähiger Smart Glasses haben sich im ersten Halbjahr 2026 mehr als verdoppelt. Das Marktforschungsunternehmen Omdia zählt weltweit 4,2 Millionen Einheiten – ein Plus von 127 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Auf Meta entfielen davon rund 3,4 Millionen Einheiten und damit etwa 81 Prozent des Marktes, was zur Schätzung von Counterpoint Research für das zweite Halbjahr 2025 passt. Die Zahlen decken sich mit Angaben von EssilorLuxottica, Metas Partner bei Entwicklung und Vertrieb der meisten Geräte: Der Brillenkonzern meldete im Juli, der Umsatz mit KI-Brillen habe sich im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Rechnet man die rund zwei Millionen Geräte zwischen dem Marktstart der Ray-Ban Meta im Oktober 2023 und Ende 2024 sowie mehr als sieben Millionen im Jahr 2025 hinzu, dürfte die kumulierte Zahl längst über zehn Millionen liegen.

Gemessen an etablierten Wearables bleibt die Kategorie klein: IDC erwartet für 2026 rund 160 Millionen Smartwatches. Wie sich der Markt entwickelt, hängt von neuen Anbietern ab. Google und Samsung wollen noch in diesem Herbst erste Smart Glasses auf den Markt bringen, Apple dürfte 2027 folgen.

Meta baut sein Portfolio weiter aus. In der ersten Jahreshälfte kamen neue Ray-Ban-Modelle für Brillenträger und eine günstigere Kollektion unter der Marke Meta Glasses hinzu; auf der Meta Connect 2026 wurden weitere Modelle angekündigt, darunter die kameralose Ray-Ban Meta Audio und die dritte Generation der Ray-Ban Meta. Die Meta Ray-Ban Display ist seit dieser Woche außerhalb der USA erhältlich und kommt am 13. Oktober nach Deutschland. Bis Jahresende wollen die Partner mehr als 100 Varianten anbieten. Die Datenschutzdebatte um kameralasierte Brillen hält an.