Silicon Valley folgt dem Versuch der Trump-Regierung, Künstliche Intelligenz umzubenennen, wie The Verge berichtet – ein Wandel, dessen Bedeutung weit über die Wortwahl hinausgeht.

Der Bericht beschreibt eine Branche, die die von der Regierung bevorzugte Sprache für die Technologie übernimmt, statt sich dagegenzustellen. Bemerkenswert ist das für einen Sektor, der sich jahrelang als politisch unabhängig und technisch neutral präsentiert hat.

Die Begriffe rund um KI waren nie rein technisch. Die Bezeichnung eines Systems prägt, wie Regulierer Regeln formulieren, wie Haftung zwischen Anbieter und Kunde verteilt wird und was die Öffentlichkeit glaubt, mit was sie es zu tun hat. Eine Umbenennung kann deshalb als Politik mit anderen Mitteln wirken: Sie verschiebt die Debatte davon, was ein System kann, hin dazu, in welche Kategorie es gehört.

Kritiker des Wandels argumentieren, dass ein neuer Name weder die Fähigkeiten der Technologie noch die Verantwortlichkeit im Fehlerfall ändert. Befürworter der Regierungslinie stellen ihn als Korrektur jahrelanger Übertreibung dar.

Der Bericht erscheint in einem Moment, in dem Washington KI gleichzeitig über Beschaffung, Exportkontrollen und öffentliche Kommunikation prägt – was der Sprache der Unternehmen neues politisches Gewicht verleiht.