Shield AI hat eine schiffsgestützte Variante seiner V-BAT-Drohne vorgestellt, die Navy-X-BAT, und führt damit sein senkrechtstartendes Fluggerät weiter in den maritimen Einsatz, berichtet Golem.
Die V-BAT ist unter Starrflügler-Drohnen ungewöhnlich: Sie startet und landet senkrecht, ohne Startbahn, Katapult oder Fangnetz. Das macht sie für Marinen attraktiv, die wenig Deckplatz haben und nur ungern Fluggeräte über die Bordwand starten. Die Navy-X-BAT überträgt diesen Ansatz auf den Bordbetrieb und erlaubt einem Kriegsschiff, ohne die Infrastruktur einer herkömmlichen Drohne ein dauerhaftes Auge in den Himmel zu bringen.
Die andere Hälfte des Shield-AI-Arguments ist Autonomie. Die Software Hivemind soll Fluggeräte ohne GPS-Verbindung und ohne Fernpiloten betreiben lassen — wichtig in dem umkämpften elektromagnetischen Umfeld, das Marinen erwarten. Zusammen mit dem senkrechten Start ergibt sich das Versprechen einer Drohne, die von kleinen Decks aus operiert und weiterarbeitet, wenn Satellitennavigation gestört wird.
Die maritime Aufklärung, Überwachung und Erkundung — das Finden und Verfolgen von Seezielen — ist ein altes Problem mit neuen Werkzeugen. Marinen verließen sich lange auf bemannte Hubschrauber und Patrouillenflugzeuge. Kleine, schiffsgestartete Drohnen versprechen Ausdauer zu einem Bruchteil der Kosten, um den Preis von Nutzlast und Reichweite.
Ob die Navy-X-BAT ein reguläres Programm wird oder eine Demonstration bleibt, hängt von Erprobungen auf See ab. Golems Bericht behandelt den Meilenstein; Einsatzeinzelheiten, Bestellmengen und Zeitpläne wurden öffentlich nicht genannt.




