Eine einjährige Untersuchung des US-Senats zu KI-Rechenzentren kommt zu dem Schluss, dass einige Entwickler die Öffentlichkeit über Jobs und wirtschaftlichen Nutzen ihrer Projekte getäuscht haben — berichtet von Time und zusammengefasst von Tom's Hardware.

Kernbefund ist eine Lücke zwischen den Zahlen, mit denen Genehmigungen erkämpft werden, und denen, die sich realisieren. Entwickler verweisen regelmäßig auf Baujobs; viele verweigerten Angaben zur dauerhaften Beschäftigung nach Inbetriebnahme. Bei den Unternehmen, die antworteten, ergab sich ein Verhältnis von rund einer Dauerstelle pro Megawatt Kapazität — ein 100-MW-Standort, der etwa so viel Strom zieht wie 100.000 Haushalte, beschäftigte also rund 100 Menschen.

Die Untersuchung prüfte auch die Anreize. Grundsteuererleichterungen erregen politische Aufmerksamkeit, doch Ausnahmen von der Umsatzsteuer auf Computertechnik sind laut Bericht auf Dauer lukrativer, weil Rechenzentren ihre Hardware ständig erneuern. Rund 39 Prozent der Ausgaben eines 1-GW-Rechenzentrums entfielen auf GPUs — Silizium, das oft von der Umsatzsteuer befreit ist, aber wenige lokale Arbeitsplätze schafft.

Die befragten Konzerne — Amazon, Google, Meta, Microsoft, CoreWeave, Digital Realty und Equinix — erklärten, direkte Kosten zu tragen, wollten aber nicht für größere Infrastruktur wie neue Kraftwerke und Übertragungsleitungen haften, selbst wenn ihre eigene Nachfrage sie auslöst. Die Senatoren Elizabeth Warren und Chris Van Hollen zogen die politische Schlussfolgerung. Die in diesem Jahr unterzeichnete freiwillige Selbstverpflichtung zum Schutz der Stromkunden kam im Kongress nicht voran — Senatoren nannten sie „zahnlos“.