Eine neue Richtung für die KI

Richard Sutton, Turing-Preisträger 2024 und Vater des modernen bestärkenden Lernens, hat in Toronto ein neues KI-Forschungslabor namens Oak Lab gegründet. Das Unternehmen markiert eine entscheidende Abkehr vom vorherrschenden Deep-Learning-Paradigma, das Sutton selbst mit ermöglicht hat.

Oak Lab wurde gemeinsam mit Khurram Javed gegründet und entstammt derselben intellektuellen Linie wie John Carmacks Keen Technologies, wo beide zuvor arbeiteten. Sutton ist jedoch deutlich, warum ein neues Labor notwendig ist.

'Schwach und ineffizient'

Bei der Ankündigung des Labors bezeichnete Sutton aktuelle Deep-Learning-Methoden als 'schwach und ineffizient' und argumentierte, sie bräuchten 'keine weiteren Optimierungen, sondern grundlegend neue Ideen und eine gründliche Überarbeitung, bevor sie eine solide Grundlage für die ehrgeizigeren KI-Ziele bieten können.'

Aus Erfahrung lernen

Die Kernthese von Oak Lab ist, dass KI während des Betriebs aus Erfahrung lernen sollte, anstatt nur einmal auf statischen Datensätzen zu trainieren. Das Labor baut Agenten, die kontinuierlich aus ihrer Umgebung lernen, interne Weltmodelle konstruieren, die sich bei der Interaktion weiterentwickeln, und Variation, Bewertung und Auswahl autonom bewältigen.

Das langfristige Ziel ist kühn: Ein KI-Agent mit 'einer Billion Parametern, der in Echtzeit mit 20 Watt Energie lernt und plant' — eine Vision, die bewusst die Effizienz biologischer Gehirne widerspiegelt.