Die Ozeane der Erde erreichten am 22. August 2026 ihre jemals aufgezeichnete Höchsttemperatur, mit einer durchschnittlichen Meeresoberflächentemperatur von 21,10 Grad Celsius (69,98 Grad Fahrenheit), wie der EU-Kopernikus-Klimaänderungsdienst (C3S) meldete. Der neue Rekord übertrifft den bisherigen Höchststand von 21,09 Grad C vom März 2024 nur knapp.
Ein Rekord aus Erwärmung und El Nino
Der Rekord spiegelt die kombinierten Auswirkungen jahrzehntelanger vom Menschen verursachter Klimaveränderung und eines außergewöhnlich starken El-Niño-Ereignisses wider. Das zyklische Klimamuster, gekennzeichnet durch ungewöhnlich warme Paziftemperaturen, wird in den kommenden Monaten voraussichtlich noch intensiver.
„Als Klimawissenschaftler überrascht mich das überhaupt nicht," sagt Zachary Labe von Climate Central. „Es ist konsistent mit jahrzehntelanger Forschung, die zeigt, wie sich unser Klima verändert, während der Planet wärmer wird. Und ohne Reduzierung der Verbrennung fossiler Brennstoffe wird diese Erwärmung nur weitergehen."
Folgen für den Planeten
Die Auswirkungen steigender Meerestemperaturen reichen weit über das Wasser hinaus: Meeresspiegelanstieg durch thermische Ausdehnung, Korallenriff-Kollaps durch Massenbleichen, intensivere Wirbelstürme und Extremwetterereignisse, sowie Störungen mariner Ökosysteme und Nahrungsketten.
Was als Nächstes kommt
Das Met Office hat einen beispiellosen Anstieg der Meeresoberflächentemperatur um bis zu 3 Grad Celsius über dem Durchschnitt von 1991-2020 während des aktuellen El-Niño-Ereignisses vorhergesagt. Klimaforscher Labe warnt, dass dieser Rekord wahrscheinlich in den kommenden Monaten erneut gebrochen wird.
Quellen: Scientific American, The Guardian, Washington Post, Al Jazeera, Copernicus Climate Change Service.




