TechCrunch berichtet über Prismm, ein Startup mit einem schlichten Angebot an Banken: Stirbt ein Kunde, ist sein Vermögen so beweglich wie nie zuvor — und die meisten Institute sind schlecht gerüstet, es zu halten. Prismm verkauft Software genau für diesen Moment und hilft Banken, Nachlass- und Erbprozesse so zu steuern, dass das Geld nicht einfach zur Konkurrenz oder zu einem externen Berater abwandert.
Die Gelegenheit ist real, weil das Timing für die etablierten Häuser schlecht ist. Erben gehören oft einer anderen Generation an als der Kunde, der die Beziehung aufgebaut hat, haben womöglich keinen Berater bei der Bank, und der Papierkram rund um einen Nachlass ist langsam und zersplittert. Jede Verzögerung ist ein Fenster, in dem die Erben von jemand anderem umworben werden können.
Der größere Zusammenhang ist die viel zitierte große Vermögensübertragung: der größte generationenübergreifende Vermögenstransfer der Geschichte, der in den kommenden Jahrzehnten von älteren auf jüngere Haushalte übergeht. Banken und Vermögensverwalter behandeln das als existenzielle Frage, denn die Beziehung, die das Geld bei einem Elternteil gebunden hat, erbt das Kind nicht automatisch mit.
Prismms Wette: Nicht die Anlageberatung entscheidet über Bindung, sondern der Arbeitsablauf — das Institut, das den Übergang reibungslos abwickelt, behält das Konto; das, das Erben warten lässt, nicht. Ob eine Software-Schicht dieses Ergebnis ändern kann, bleibt die offene Frage.
Der Bericht ist ein Unternehmensprofil, kein Urteil; Umsetzung und Akzeptanz bei den Banken werden entscheiden.




