Fussspuuren, die an der alten Uferlinie des Turkana-Sees in Kenia erhalten geblieben sind, verändern das Verstaendnis der Wissenschaftler von Paranthropus boisei, einem ausgestorbenen menschlichen Verwandten, der vor 1,4 Millionen Jahren lebte.
Die Fussspurfolge, die in einer Studie beschrieben wurde, die Ende August 2026 von Forschern des Max-Planck-Instituts und des Smithsonian-Instituts veroeffentlicht wurde, enthaelt die Fussspuuren von mindestens acht Individuen, die zusammen ueber eine antike Landschaft am Seeufer gereist zu sein scheinen.
Am beeindruckendsten ist, dass die Fussspuuren darauf hindeuten, dass P. boisei deutlich groesser war, als Wissenschaftler allein aus Skelettresten geschichtet hatten. Die Fussgrossen deuten auf Individuen hin, die etwa 1,5 Meter gross und bis zu 50 Kilogramm schwer waren.
Die Fussspuuren liefern auch Beweise dafuer, dass P. boisei nicht der einsame, kleine Nahrungsesser war, den manche Wissenschaftler sich vorgestellt hatten. Stattdessen deutet eine Gruppe von acht Individuen, die zusammen reisten, auf soziale Koordination und potenziell kooperatives Verhalten hin.




